Wer seinen Kunden nicht kennt, verliert am Markt

WidasConcepts: Digitale Bank – neue Konzepte durch smarte Datenanalyse

Wimsheim, 6. Dezember 2016               Digitale Geschäftsmodelle und -abläufe gehören heute in zahlreichen Wirtschaftssektoren zu den wichtigen Grundlagen für zukunftsfähige Strategiekonzepte. Mit ihnen lassen sich Prozesse verschlanken und kosteneffizienter gestalten. Reaktionszeiten verkürzen sich, die Kundenansprache wird individueller. Vor allem Banken sehen sich neben Kunden- und Datenschutzanforderungen mit gänzlich neuen Technologien konfrontiert. Thomas Widmann, CEO WidasConcepts, über Chancen und Risiken der Digitalisierung im Bankensektor.

Glaubt man Trendforschern, dauert es nicht mehr lang, bis tragbare Computersysteme, sogenannte Wearables, Smart Devices, Roboter und Maschinen in direktem Austausch miteinander kommunizieren und dabei neue digitale Daten erzeugen. Diese Datenströme lassen sich mit Blick auf Geschäftsabläufe und Kundenwünsche qualifiziert auswerten, verarbeiten und schließlich zur individuellen Nutzung im Sinne der Unternehmensziele und Kundenansprache heran ziehen.

Digital generierte Umsätze in der Wirtschaft nehmen zu

Im „Wirtschaftsindex DIGITAL 2016“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie generieren heute bereits 43 Prozent der in der gewerblichen Wirtschaft aktiven Unternehmen ihren Umsatz nach eigenen Angaben überwiegend digital. Vor einem Jahr waren es nur 27 Prozent. Die Digitalisierung ist ein Ergebnis des Fortschritts durch neue Technologien und durch neue Möglichkeiten in der Datenverarbeitung. Wachsende Mobilität und steigende Kundenwünsche fordern ebenfalls ein Umdenken. Arbeitsabläufe sollen schneller und individueller erledigt werden können – am besten in Echtzeit und ortsunabhängig. Datenmanagement umfasst plötzlich nicht mehr nur die technischen, sondern alle Facetten des unternehmerischen Handelns. Zu den wichtigsten Anwendungen zählen Big Data, das Internet of Things, Smart Services sowie Robotik und Sensorik. Treibende Kraft der Digitalisierung sind Unternehmen im IKT-Sektor – hier sind bereits 75 Prozent hoch digitalisiert. Auf Platz zwei stehen die wissensintensiven Dienstleister (70 Prozent), gefolgt von der Finanz- und Versicherungswirtschaft, die sich derzeit mit 61 Prozent im Sektor der „durchschnittlich Digitalisierten“ platziert.

Aus Big wird Smart: Wie lassen sich Finanzen digitalisieren?

Die vollkommen digitalisierte Bank ist derzeit noch Zukunftsmusik. Aber auch in diesem Sektor tragen die Umbrüche erste Früchte und bergen eine Vielfalt an neuen Möglichkeiten. Fintechs besetzen mit ihren technologischen Lösungen für das Finanzgewerbe aktuell einige Marktnischen. Sie haben das Potenzial, Banken mit konventionellen Geschäftsmodellen überflüssig zu machen, wenn diese die digitale Entwicklung verpassen. Alle Prozesse rund ums Geld, etwa Finanzierungen oder Anlagen werden künftig zunehmend in Echtzeit abgewickelt. So bietet beispielsweise eine große deutsche Bank mittlerweile an, Immobilienkredite komplett im Internet abzuschließen, zeit- und ortsunabhängig. Die vollständig digitale Baufinanzierung erfordert Informationen vom Kunden zu den Kosten des Kauf- oder Bauvorhabens sowie zur Höhe des Eigenkapitals. Laufzeiten und Monatsraten werden ad hoc berechnet. Zum Vertragsabschluss ist es optional möglich, einen Bank-Mitarbeiter per Video-Chat zu konsultieren oder einen Termin in der Filiale vereinbaren. Das funktioniert nur, wenn der Finanzdienstleister adäquate Technologien einsetzen kann. Durch Big Data wird es überhaupt erst möglich, dass aus der Vielzahl der Daten aktive Empfehlungen und sinnvoll gesteuerte Prozesse resultieren: Aus schneller Korrelation werden fundierte Kenntnisse. Dazu ist es nötig, aus Big-Data- eine Smart-Data-Strategie zu entwickeln, um damit nutzbringende, hochwertige und abgesicherte Daten zu destillieren, die einen echten Mehrwert zu erzielen. Nur so können Daten wertstiftend in Prozesse einfließen und Innovationen erschaffen, mit denen sich die Bank vom Wettbewerb abheben und wertvolle Marktanteile gewinnen kann.

Letztlich werden digitale Währungen – wie beispielsweise Bitcoin – zu einer zunehmenden Konkurrenz zur Zahlung mit Papiergeld und Kreditkarten. Auch spielt eine technologische Lösung eine elementare Rolle: Blockchain. Diese erweiterbare Liste von Datensätzen schützt die digitalen Finanzströme, indem ihre Integrität durch Speicherung der Prüfsumme des vorangehenden Datensatzes im jeweils nachfolgenden gesichert ist. Daten, die in einer Blockchain gespeichert sind, können nicht mehr geändert oder entfernt werden. Damit lässt sich digitales Geld genau nachverfolgen – die Zahlung wird sicher und damit für Kunden eine echte Alternative.

Disruptive Konzepte: Der Weg zum Kunden

Digitalisierung ist nicht in erster Linie die Automatisierung von Prozessen, sondern viel mehr das Erkennen und Umsetzen von komplementären Geschäftsmodellen bis hin zur Disruption, dem Wegfall alter Modelle bei gleichzeitiger Entwicklung neuer Konzepte. Der Kunde von heute kommuniziert über alle Altersklassen hinweg zunehmend digital über das Internet, vielfach auch über mobile Devices – der direkte Kontakt mit der Bank ist sehr selten geworden. Laut Google Consumer Barometer sind 29 Prozent der Deutschen mittlerweile mit drei Geräten online. Bei den unter 25-Jährigen sind es sogar 40 Prozent. 68 Prozent aller Befragten gaben an, per Smartphone im Netz zu surfen – 2012 waren es weniger als ein Drittel (29 Prozent).

„Know your customer“ heißt die Devise: Maßgeblich ist es, Kunden online zu identifizieren, um deren Bedarf und Profil zu definieren. Die Nutzer lernen schnell und sehen in anderen Lebensbereichen, was mit und durch Digitalisierung erreicht werden kann. Gleiches erwarten sie von Banken und Finanzdienstleistern. Dazu gehören individuelle Angebote und eine ebensolche Ansprache. Moderne Software-as-a-Service-Lösungen, die den Kunden nicht nur identifizieren können, sondern ihm auch über alle Kanäle hinweg einen sicheren und sehr komfortablen Zugang zu Ihren Portalen, Apps und Services bieten, etablieren Unternehmen im Kundenkontakt eine tatsächliche Win-Win-Situation. Smart Data ermöglicht ein effektiveres Targeting, was diesen Wünschen entspricht. Werbemittel lassen sich zielgruppenorientierter gestalten und automatisiert versenden. Die Nutzerergonomie spielt weiterhin eine bedeutende Rolle – dazu gehören beispielsweise Funktionen, die es ermöglichen, mit nur einem Klick eine Registrierung zum Neukunden anzustoßen. Möglich wird dies durch Smart Services. Die daten- und dienstebasierten Leistungsangebote setzen auf die steigende Intelligenz von Maschinen und die durchgängige Digitalisierung von Arbeitsprozessen auf. Über das Internet verbundene, unternehmenseigene und -fremde Wertschöpfungsketten sind Basis für Onlineportale oder mobile Apps.

Kostenbewusste Partnerschaft

Verschlankte Kosten sind in Zeiten niedriger oder gar Strafzinsen auch für die Banken selbst ein grundsätzliches Kriterium – auch diesbezüglich können sie aus der Digitalisierung Profit schlagen: Prozesse lassen sich effizienter ausgestalten und verschlanken, Kapazitäten besser auslasten. In der Folge sinkt der finanzielle Aufwand im Tagesgeschäft – ein Bonus, der sich auch teilweise an den Kunden weiter reichen lässt. Und das ist – in Anbetracht der starken Konkurrenz an Direktbanken – auch nötig: Banken ohne teure Filialinfrastruktur locken Kunden mit niedrigen Gebühren für Kontoführung und Transaktionen. Für Endverbraucher ist dieser Aspekt wichtig bei der Entscheidung für einen Finanzdienstleister.

Fazit: Gelingt es der Bank, sich über alle Bereiche hinweg als sehr guter Partner für Finanzen zu etablieren, wird sie auch langfristig erfolgreich sein können. Dann stehen der Bank der Zukunft, einem hyper-digitalisierten Berater und Partner für Finanzgeschäfte, alle Türen offen.

Relevante Studien/Publikationen:

  1. Google Consumer Barometer 2016, Google, TNS Global, Hive, iab europe, 2016. https://www.consumerbarometer.com/en/
  2. „Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2016“, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, TNS Infratest Business Intelligence, Oktober 2016. https://www.bmwi.de/DE/Mediathek/publikationen,did=786208.html

Über die WidasConcepts GmbH
Das innovative IT-Consulting Unternehmen WidasConcepts unterstützt seine Kunden seit 1997 dabei, Geschäftsprozesse erfolgreich zu gestalten. WidasConcepts entwickelt moderne und zukunftssichere Konzepte in den Bereichen Big Data, Internet of Things sowie Mobile- und Websolutions. Ziel ist es, intelligente Geschäftslösungen zu schaffen, die den Kunden am Markt noch erfolgreicher machen. Das Unternehmen betreut seine Kunden strategisch von der Business-Analyse bis hin zur Implementierung der Gesamtlösung für verschiedenste Plattformen und Endgeräte. WidasConcepts transportiert das Bigger Picture der IT. Das Unternehmen mit Sitz in Wimsheim bei Stuttgart und Niederlassung in Bangalore (Indien) beschäftigt derzeit 80 Mitarbeiter.