Pflichtliteratur

Pflichtliteratur

Written by Esther Klinke, Tuesday, 23 Februar 2016 11:01

Der Termin – Ein Roman über Projektmanagement, Tom DeMarco, 1997

Tom DeMarco wurde am 20. August 1940 in Pennsylvania, USA geboren. Er gilt als der Erfinder der Strukturierten Analyse und hat durch seine Beiträge zum Software-Management das Gebiet der Softwaretechnik entscheidend mitgeprägt. DeMarco steht für die These, dass die entscheidenden Aspekte der Softwareentwicklung menschliche sind, und nicht technische. Demzufolge sei hier die Aufgaben des Managements zu benennen bzw. herauszuarbeiten. Auch über die IT-Szene hinaus bekannt wurde er durch seinen Roman „Der Termin – Ein Roman über Projektmanagement”.

Der gerade von seinem Unternehmen entlassene Manager Mr. Tompkins steht vor einer Herausforderung: er soll binnen kürzester Zeit sechs Softwareprodukte entwickeln. Auf jedes zu entwickelnde Produkt setzt er drei verschiedene Teams an – jedes mit einer eigenen Methode. In Konkurrenz zueinander beginnen die unterschiedlich großen Teams mit verschiedenen Methodiken den Wettlauf gegen die Zeit. Mr. Tompkins und seine Berater stellen zahlreiche Managementmethoden auf den Prüfstand. Am Ende eines jeden Kapitels fasst er mit einem Tagebucheintrag die wichtigsten Managementansätze zusammen. Es gelingt DeMarco die Prinzipien und Absurditäten des Projektmanagements, die die Produktivität eines Software-Entwicklungsteams beeinflussen, lebhaft und anschaulich zu beschreiben.

Blackout – Morgen ist es zu spät, Marc Elsberg, 2012

Marc Elsberg, 1967 als Marcus Rafelsberger in Wien geboren, studierte Industriedesign an der Universität für angewandte Kunst  in Wien. Elsberg arbeitete als Strategieberater und Kreativdirektor in der Werbebranche, unter anderem für Agenturen in Wien und Hamburg, wofür er auch vom Creativ Club Austria ausgezeichnet wurde. Früh begann er auch zu schreiben, so zum Beispiel unter dem Titel „Keine Anzeige von Marcus Rafelsberger“ eine Kolumne für Der Standard, eine österreichische Tageszeitung. Mit seinem Spiegel-Bestseller „Blackout – Morgen ist es zu spät“, gelang ihm ein Technik-Thriller der auf jeden Nachttisch eines Informatikers gehört.

Der italienische Informatiker Piero Manzano hat aufgrund einer ausgefallenen Ampel einen schweren Verkehrsunfall. Noch im Chaos des Schneegestöbers realisiert er, dass nicht nur die eine Ampel schwarz ist, sondern die ganze Stadt, das ganze Land – ein totaler Blackout. Manzano, der Europol-Kommisar Bollard, ein Kraftwerksmitarbeiter aus Frankreich, der Katastrophenschutz aus Deutschland – sie alle stehen vor großen Fragezeichen. Eine Verkettung unglücklicher Umstände? Ein terroristischer Anschlag? Manzano, der einen Hackerangriff vermutet, gerät durch seien aktivistische Vergangenheit bald selbst unter Verdacht. Da  wird ihm eins klar: Ihr Gegner ist ebenso raffiniert wie gnadenlos. Unterdessen liegt Europa im Dunkeln, und die Menschen stehen vor ihrer größten Herausforderung: Überleben. Big Data und die flächendeckende Vernetzung werden hier von einer kritischen Seite beleuchtet. Gleichzeitig wird aber auch schnell klar, wo Europa ohne die Entwicklungen der Informationstechnologie stehen würde – im tiefsten Mittelalter.

The Circle, Dave Eggers, 2013

Der US-amerikanische Schriftsteller Dave Eggers kam am 12. März 1970 in Boston, Massachusetts zur Welt. Nach dem abgebrochenen Journalismus-Studium, er kümmert sich nach dem Tod der Eltern um seinen jüngeren Bruder, übernimmt er mit einem Freund eine kostenfreie Zeitung und macht daraus das Satiremagazin Might. Heute gilt er nicht nur als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Autoren und Herausgeber, sondern auch als sozial besonders engagiert. Obwohl Circle weder sein erster noch sein erfolgreichster Roman ist, hat er durch die Aktualität Wellen geschlagen. Dave Eggers lebt heute in San Francisco.

Als die junge Mae Holland ihren neuen Job bei Circle antritt, ist sie überglücklich. Circle ist die Firma für Mae, mit dem Job geht ein Traum in Erfüllung. Ein freundlicher Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet. Über diese eine Identität soll künftig alles abgewickelt werden. Die Idee dahinter – Kriminalität und Schmutz im Internet ein Ende zu setzen. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch dann begegnet sie einem mysteriösen Kollegen.

Das Ende des Zufalls – Wie Big Data uns und unser Leben vorhersagbar macht, Rudi Klausnitzer, 2013

Am 22. Januar 1948 kommt Rudolf „Rudi“ Klausnitzer in Piberbach, Oberösterreich zur Welt. Nach seinem Studium der Politikwissenschaften und Publizistik, arbeitete er unter anderem beim Österreichischen Rundfunk und bei Sat1 als Geschäftsführer und Programmdirektor, später auch bei Prämiere als Initiator des Pay-TV. Bekannt ist er als Journalist und Theaterintendant. In der Rolle des selbständigen Medienberaters kommt er mit neuen Technologien der IT-Branche in Kontakt. In diesem Umfeld entsteht sein Werk „Das Ende des Zufalls“.

Klausnitzers These: Die Big Data Zukunft findet statt- mit oder ohne uns. Während Entscheidungen, die auf Datenanalysen beruhen in fast allen Bereichen erfolgreicher sein werden als traditionelle Entscheidungsgrundlagen, werden diejenigen die Big Data verstehen und für sich nutzen die Zukunft besser meistern. Klausnitzer setzt sogar noch eins drauf und beschreibt wie die Zukunft mehr und mehr vorhersehbar wird und der Zufall Schritt für Schritt ausgeknipst wird. Aber müssen wir uns darauf einlassen? Dürfen wir nicht mehr aus dem Bauch heraus entscheiden? Welche Folgen hat Big Data für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik – welche Folgen für die Menschheit? Der korrekte Umgang mit Daten muss ebenso erlernt werden wie der Umgang mit Ressourcen wie Wasser oder Energie. Klausnitzer verschafft uns mit seinem Werk einen umfassenden Überblick und regt zum Nachdenken an.

Zero – Sie wissen was du tust, Marc Elsberg, 2014

In der Unterhaltungsliteratur war Marc Elsberg einer der Abräumer der letzten zwei Jahre. Nach zunächst weniger bekannten Romanen schaffte er mit „Blackout“ den Durchbruch und legt mit „Zero“ nach. Durch die detailliert recherchierten und topaktuellen Themen generierte er allerbeste Verkaufszahlen und lässt den Leser Stellung beziehen. Das neue Buch von Marc Elsberg, ein Nahzukunftthriller, beschäftigt sich mit den Themen Big Data und Datenschutz.

Der Tod eines Jungen führt die britische Journalistin Cynthia Bonsant zu der beliebten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die es einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Obwohl sie selbst nicht besonders Technik affin ist beteiligt sich Cynthia mit ihren Kollegen des Daily an der Suche nach Zero. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, gerät sie selbst in Gefahr. Cynthia Bonsant versucht sich in einer gläsernen Welt zu verstecken, doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones gibt es kein Entkommen. Wie auch schon Blackout wird Zero aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Es bedarf allerdings etwas technisches Verständnis um die vielen fachlichen Begriffe zuordnen zu können.

Diese Bücher verbinden wunderbar die fachlichen Schwerpunkte von WidasConcepts mit einem unterhaltsamen und durchaus sehr realen Szenario. Gerade für diejenigen, die einen ersten Eindruck in Softwareentwicklungsprojekte, Big Data und Internet of Things gewinnen wollen, bietet sich der Einstieg über diese abstraktere Ebene. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

Aktuelle Vakanzen finden Sie hier: https://www.widas.de/all-vacancies
Dieser Beitrag wurde von Esther Klinke für die WidasConcepts GmbH erstellt.