Strategische IT-Beratung

Thomas Widmann
Software 4 modern business ist einfach und intelligent!

Mit dem Web 2.0 und der heute gegebenen Mobilität der Informationstechnologie verändern sich die Wünsche und Anforderungen der Benutzer. Die aktuellsten Neuigkeiten findet man im Web, ebenso wie die nächstgelegenen, interessanten Locations. Hotelreservierungen, Reisebuchungen und viele Einkäufe werden längst im Internet abgewickelt. Die Cloud ist der generelle Speicher für unsere Informationen. Und da kommt noch vieles mehr.

Erfolgreiche Unternehmen erkennen diese Zeichen der Zeit und konzipieren bereits Software für das Post Modern Business. Software, die einfach ist und sich auf die Benutzer einstellt – also in ihrem Kontext arbeitet, Vorschläge macht und bei Entscheidungen hilft.

Differenzierung im Modern Business

Die Informationstechnologie ist der Innovationstreiber für viele Branchen und Geschäftsfelder.  Aus diesem Grund darf das Unternehmensmanagement durchaus Vorschläge und Konzepte ihrer IT-Verantwortlichen erwarten, die den Unternehmenserfolg sichern.

Zugegeben, wir reden hier über das strategische Management. Dafür ist im täglichen Geschäft nicht immer die Zeit da. Um Ideen als IT-Verantwortlicher entwickeln zu können, braucht es die Auseinandersetzung mit verschiedenen Disziplinen (s. Abb. 1):

  • der Entwicklung des Modern Business im Umfeld des Unternehmens,
  • der technologischen Entwicklung und die Möglichkeiten, die die digitale und wirkliche Welt verknüpfen und
  • schließlich die Entwicklung von IT-Strategie-Mustern, um Softwarelösungen zu schaffen, die Innovation und Differenzierung für das Unternehmen bringen.

Eines ist in jedem Fall sicher: „Beginnen Sie heute mit der Ausrichtung Ihres Unternehmens auf das Modern Business, dann gehören Sie bestenfalls noch zu den Fast Followers!“

Vor diesem Hintergrund sind nahezu alle IT-Verantwortlichen gefragt, die Differenzierungs­möglichkeiten für ihre Unternehmen zu erkennen und taktische und strategische Maßnahmen zu definieren, um das Schiff „IT“ ins richtige Fahrwasser zu bringen.

Abbildung 1: Das Unternehmensumfeld und seine Business-Anwendungen am Markt

Entwicklung des Modern Business

Zukunftsprognosen gibt es viele - das Gute ist, dass nicht alle eintreten. Im Modern Business wird gerade oft „Social Media“ (-Marketing) angeführt. Grundlage dafür ist die enorme Verbreitung und Reichweite von sozialen Netzwerken und der damit verbundene offene und hoffentlich ehrliche Umgang mit Informationen. Zumindest tragen Bewertungen, Kommentare und Empfehlungen von Menschen, Leistungen und Produkten dazu bei, die eigene Sichtweise zu entwickeln.

Für Unternehmen gilt klassischerweise, in welchen Märkten werden welche Produkte angeboten, um dann die Erfolgsaussichten zu kalkulieren und die notwendigen Maßnahmen zu definieren und schließlich umzusetzen. Ein wesentlicher Aspekt liegt bei der Schaffung einer ausgezeichneten Marktattraktivität.

Diese Marktattraktivität entsteht heute zunehmend daraus, dass Produkt, Marke und Services sich social präsentieren. Wie das im Detail erfolgen kann, variiert von Unternehmen zu Unternehmen sicherlich. In der Regel steht dabei der Kunde oder Partner im Mittelpunkt und nicht nur die angebotenen Produkte.

Moderne Geschäftslösungen zeichnen sich deshalb dadurch aus, dass sie

  • sich auf den Benutzer einstellen – einlassen: in dem sie seine Beziehung zum Unternehmen, seine aktuelle Lokation, sein aktuelles Equipment, sein Umfeld, ja sogar seine aktuelle Gefühlswelt erkennen
  • so verwendbar sind, wie das der Benutzer wünscht – Mobilität und Flexibilität sind hier die wichtigsten Kriterien
  • in diesem Kontext geeignete Vorschläge unterbreiten, seien es Empfehlungen zu aktuellen oder für neue Produkte, praktische Tipps für die Benutzersituation bspw. auch zur Benutzung der Geschäftslösung selbst

Neue Software-Konstruktionsprinzipien

Technische Begriffe, wie BigData, OpenSocial, Gadgets oder Apps auf der einen Seite und neue Paradigmen, wie Location Based Services, Context-Awareness, Crowd Sourcing oder Co-Creation werden mit der Entwicklung der Software 4 Modern Business häufig genannt.

Die Konstruktionsprinzipien für diese Art Software sind vergleichsweise neu. Sicher ist bereits, dass diese die herkömmlichen Vorgehen und Technologien zu einem erheblichen Teil ablösen werden. Aktuelle IT-Architekturen müssen aus diesem Grund nicht per sofort in Frage gestellt werden, wenigstens die moderneren nicht. Es ist jedoch sinnvoll, für die IT-Strategien und IT-Architekturen geeignete Muster zu entwickeln, die es erlauben, Innovationen und Differenzierungsmöglichkeiten rasch umzusetzen.

Drei Prinzipien bilden dabei den technologischen und methodischen Kern:

Modern Business mit einfachen, intelligenten, mobilen Sales- und Servicelösungen –anytime, anywhere, always Online & Joy of Use

Transformation von Content 2 Context im Sinne des Benutzers, die Ihre Geschäftslösungen intelligent machen  mit Next BI Konzepten und Regeln

Kleinteilige, kontinuierliche Aktualisierung von Geschäftslösungen è die Software entwickelt sich stetig weiter, ebenso wie Ihr Unternehmen

Abbildung 2: Neue Konstruktionsprinzipien der Software

Einfach und intelligent ist nicht trennbar. Die intuitiv bedienbare, vorausschauende Software erscheint für den Benutzer einfach, sie kann in der Softwareentwicklung jedoch eine Herausforderung darstellen. Die Anwendung dieser Kernprinzipien macht zunächst dort besonders viel Sinn, wo neue Konzepte und Differenzierungsmöglichkeiten geschaffen werden müssen, um als Unternehmen erfolgreich zu bleiben.

Dazu gehört auch, dass bestehende Geschäftslösungen hinterfragt, zerlegt und schließlich sukzessive neu bereitgestellt werden. Nach dem Motto: „Das Bessere ist des Guten Feind!“ sollte durchaus am Markt – in der Cloud – sondiert werden, welche Services verwendet werden können, die die eigene Performance verbessern.

Abbildung 3: Software 4 Modern Business in Schritten

Das Vorgehen für die Entwicklung von Modern Business Software gliedert sich in folgende Schritte:

  1. Auswahl der Bereiche oder Geschäftslösungen, die nach den neuen Softwarekonstruktionsprinzipien entwickelt werden sollen – und idealerweise Auswahl nur eines Bereichs
  2. Definition und Planung des fachlichen Umfangs in kleinen Schritten; ggf. Festlegen eines Migrationsplans
    1. Wer ist Benutzer der Geschäftslösung?
    2. Welche Aufgaben führen diese mit der Geschäftslösung aus?
    3. Wo befinden sich die Benutzer?
  3. Konzipieren der Softwarearchitektur und der –Komponenten für die Geschäftslösung
  4. Sukzessive Entwicklung und Inbetriebnahme der neuen Geschäftslösung

Generell sollten aus diesen Schritten IT-Strategie-Muster abgeleitet werden, die einfache und nachvollziehbare Entscheidungen für die Weiterentwicklung der Unternehmens-IT ermöglichen.

Um die Anlaufphase im Unternehmen deutlich zu verkürzen und entsprechende Verhaltenssicherheit zu erhalten, empfiehlt es sich in jedem Fall, ein gutes Team von Mitarbeitern aus der Fach-, IT-Seite mit solch einem Leadership-Projekt zu betrauen.

Dieser Nachrichtenbeitrag ist eine WidasConcepts Publikation.

Über WidasConcepts:
Die WidasConcepts ist ein innovatives IT-Consulting Unternehmen in Software for modern Business mit den Schwerpunkten Strategische IT-Beratung, Softwareentwicklung und Next Business Intelligence.

Thomas Widmann
IT-Strategien in 2012

Es ist sehr erfreulich, dass Gartner sagt, "Reimagine IT - Lead from the Front". Diese Aussage war gerichtet an alle CIOs, zumindest an die die beim Gartner IT-Symposium'11 in Barcelona waren.

Die Veranstaltung war wirklich gut und aufschlussreich.

So schlägt Gartner vor:

Embrace today’s cloud-enabled business world, fueled by information, collaboration and mobility.

Recognize that customer relationships are everything and customers are everywhere.

Pursue simplicity by providing tools that make technology invisible. Take risks to employ new solutions and realize that their effect may threaten or eliminate legacy.

Drei führende Gartner Analysten – Daryl Plummer, Hung LeHongand und Tina Nunno– beschrieben dann, wie sich das konkret auswirken wird:

Customer and constituent demands will change faster than architectures, and that extreme collaboration between customers and business will be the norm.

Cloud services brokers will emerge to aggregate, monitor and manage multiple cloud services for end-user companies.

The type of context that technology will gather will be dramatic. Digital devices will know more about you than you know about them.

CIOs will be lessen their role as service providers and strengthen their role as IT leaders and, by so doing, embrace the principle of “creative destruction.”

So betrachtet sollte sich auch das IT-Consulting ändern! Gut, dass wir bei WidasConcepts diesen Schritt bereits getan haben; SocialBusiness und die Vorteile von Services und Lösungen in der Cloud sind wesentlicher Bestanteil unseres Portofolios.

Dirk Bangel
The buck stops here - NoSQL unter einem anderen Licht

 

Die bekannte Aussage „The buck stops here“, auf dem  Schreibtisch im Weißen-Haus, lässt sich auch auf die unzähligen Schreibtische der IT-Architekten übertragen. 
 
Quelle:  Buck Stops Here sign on Truman's Desk, studyourhistory.com/archives/596
 
Die Konzepte und Technologien des über 45 Jahre alten Mainframes erleben beinahe unerkannt eine Renaissance - der Mainframe ist nicht tot. Eine enorme Leistungsfähigkeit und Ausfallsicherheit zeichnet den Mainframe aus. Diese Eigenschaften sind gleichermaßen Sinnbild und angestrebtes Ziel jeder IT-Architektur. Es gilt auch für die bekannten Unternehmen des Web X.0 Zeitalter, wie Suchmaschinen oder Marktplätze. Es stellt sich am Ende des Tages jedoch die Frage, warum NoSQL und nicht der Mainframe beinahe untrennbar mit diesen Unternehmen verknüpft ist. Bei genauer Betrachtung liegen die Gründe auf der Hand. Es sind nicht rechenintensive Operationen, es ist der Umfang an zu bearbeitenden Bestandinformationen die den Unterschied machen. 
 

Der Preis der Verfügbarkeit 

Wird nur der Mainframe betrachtet, hat sich die Anzahl der Mainframe MIPS in den letzten Jahren beinahe verdoppelt. Fast linear an die MIPS-Größe sind auch die Kosten gekoppelt. 
 
 
Somit wird beim Mainframe quasi die Anzahl der möglichen Operationen bezahlt. In vielen Organisationen ist es zwar gleichen den fachlichen Operationen. Natürlich weicht die Erwartung oftmals von den tatsächlich erzielten Operationen ab. Die Wirtschaftlichkeit des Mainframes steht damit in direkter Verbindung mit dem Wissen über den Umfang an möglichen fachlichen Operationen. Bei den Web X.0 Unternehmen ist und war dieser Punkt eine Unbekannte. Womöglich ist es der entscheidende Grund, warum diese Unternehmen nicht auf den Mainframe gesetzt haben. Es galt für diese Unternehmen Alternativen zum Mainframe zu finden. 
 
Gefunden wurden Alternativen, die unter dem Sammelbegriff "NoSQL" bezeichnet werden. Dabei sind nicht nur die „Kein SQL Datenbanken“ gemeint, sondern das komplette Ecosystem um diese Datenbanken herum. NoSQL ist somit die Antwort auf ein dynamisches und schnell änderndes Geschäftsumfeld. Aber wie kann NoSQL eine Antwort auf dieses Umfeld sein, wenn das Datenaufkommen und die benötigte Verfügbarkeit nicht geringer werden. 
 

Die Säulen des Mainframe

 
Der Mainframe zeichnet sich durch drei wesentliche Eigenschaften aus. 
 
Die Skalierung. Beim Mainframe werden die Transaktionen mit einer scheinbar optimalen Verteilung auf die freien MIPS verteilt und parallelisiert. 
 
Der Durchsatz. Durch die Datenhaltung in VSAM-Dateien, besitzt der Mainframe einen optimalen I/O Durchsatz und effizienten Zugriff auf große Datenmengen. 
 
Die Ausfallsicherheit.  Durch die Hardwarearchitektur ist die Ausfallsicherheit beim Mainframe gewahrt. 
 
 
Insbesondere bei den Aspekten der Skalierung und der Durchsatz bedarf es bei zum Beispiel Java-Enterprise Anwendungen eines umfangreichen Erfahrungsschatz. Sind diese Möglichkeiten ausgereizt, gilt es an der Datenhaltung anzusetzen. Bei relationalen  Datenbanken ist man früher oder später jedoch an den Grenzen der Machbarkeit angekommen. Ein reales Beispiel zeigt, mit welcher, beinahe fachlich einfachen Problemstellung man diesen Punkt erreicht. So scheitert man bereits beim Versuch,  ein  Versicherungsprodukt, mit tausenden Produktvarianten in Millionen abgeschlossenen Verträgen effizient und mit einer angemessenen Verfügbarkeit abzubilden. Die Antwortzeiten der Anfragen gehen, auch bei optimalen Indizes, in den nicht brauchbaren Bereich runter. Die Antwort auf dieses Problem sind NoSQL Datastores wie zum Beispiel Google Big-Table. Anhand der freien Implementierung, wie der von Apache HBASE, ist der nötige Vergleich zwischen Mainframe und den NOSQL-Konzepten leicht hergestellt.  
 

NoSQL im Vergleich zum Mainframe

 
Im Ecosystem um HBASE finden sich unzählige andere Apache Hadoop-Projekte. Bezieht man diese in den Vergleich ein, werden die Beziehungen zum Mainframe direkt erkennbar. So basiert die Datenhaltung von Mahout auf dem Hadoop Dateisystem, kurz HDFS. HDFS ist ein verteiltes Dateisystem, welches durch die verteilte Auslegung resistent gegenüber Hardwarefehlern ist. Neben dieser Fehlertoleranz ist es explizit auf die Batchverarbeitung von Dateien bis zu mehreren Terabyte Dateigröße ausgelegt (dem sogenannten Streaming Data Access on Large Data Sets) [http://hadoop.apache.org/hdfs/docs/current/hdfs_design.html]. Gleiche Eigenschaften weisen Dateien im Mainframe-Umfeld auf. 
 
Bei solch großen Dateien ist eine effiziente Zugriffsmethode zwingend. Diese ist im Mainframeumfeld zum Beispiel mit VSAM Dateien gegeben. Eine VSAM Datei muss jedoch nicht nur eine physische Datei repräsentieren. Diese logischen Eigenschaften entsprechen dem Konzept von Apache HBASE [http://hbase.apache.org/]. Die VSAM Katalog VVDS Schlüssel (VSAM Volume Data Set) sind ähnlich den RowKey des BigTable Datastore [ http://www.redbooks.ibm.com/abstracts/sg246105.html?Open]. Damit lassen sich leicht Alternativen für die Ausfallsicherheit und den Daten-Durchsatz (der Verfügbarkeit) im Umfeld der commodity Hardware finden. 
 
Wie sieht es aber mit der Skalierung aus. Auch für die Skalierung findet sich auch angemessene Hilfen im NoSQL Umfeld. Anhand von Map-Reduce können komplexe Aufgaben, zum Beispiel auf Basis von HBase Daten, innerhalb kürzester Zeit verarbeitet werden [http://googleblog.blogspot.com/2008/11/sorting-1pb-with-mapreduce.html]. Bei Map-Reduce werden die oft umfangreichen Berechnungen (Map-Operationen) möglichst parallel verarbeitet. Die Ergebnisse der Map-Operationen werden in diversen Zusammenführungen (Reduce-Operationen) zum endgültigen Ergebnis reduziert. [http://en.wikipedia.org/wiki/MapReduce]. Kennt man den Mainframe und Verarbeitungsstrategien unter zOS, lassen sich leicht parallelen erkennen.    
 
   

Fazit 

Es kann festgehalten werden, dass der Umstieg vom Mainframe zu commodity Hardware und Entwicklungsumgebung möglich ist. Aber nicht nur die technische Machbarkeit ist entscheidend. Entscheidend ist, dass das fachliche Know-How der  bestehenden Belegschaft weiterhin genutzt werden kann. Es ist eine Frage der richtigen Migration, der Rentabilität und den strategischen Entscheidungen. Der Mainframe ist nicht tot, kann aber abgelöst werden. 
Thomas Widmann
Web X.0 Architekturen

Die Innovationskraft der IT ist unumstritten. Mit Chats, Feeds, Wikis, Socialmedia und Dank entsprechender Endgeräte-Konzepte spätestens ist klar, dass auch eine neue Ära für Geschäftsanwendungen beginnt. Die ganze Welt ist Online! Nur gut, dass IT-Systeme auch einen Lebenszyklus haben und tradierte  Geschäftslösungen schon alleine deshalb oft erneuert werden müssen. Das ist die Chance, wo IT-Spezialisten mit guten Ideen gefragt sind – die Fachleute in Organisationen sind dafür dankbar. Bei „Web x.0 in Business and Technology“ geht es vornehmlich um die Fragen, welchen Mehrwert diese neuen Konzepte für Unternehmen in ihren Branchen bieten können.
Dies ist ein Schwerpunkt bei der strategischen IT-Architekturberatung, wo es unter anderem darauf ankommt Zukunftssicherheit zu erlangen. Die folgende Grafik illustriert vereinfacht, wie sich Geschäftslösungen in der Cloud heute und in naher Zukunft präsentieren, wenn der PC verschwindet und jeder Benutzer intelligente Systeme erwartet.Durch Soziale Netzwerke, themenspezifische Interessensplattformen und der Mobilität moderner Menschen entstehen neue Chancen im Social Commerce.

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